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Trading-Begriffe einfach erklärt: das Glossar

Die wichtigsten Trading-Fachbegriffe von Pip bis Hebel — kurz erklärt, mit Beispielen und konkretem Bezug zu ActivTrades. Für Einsteiger in Deutschland.

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Mindesteinzahlung 0 EUR · bis zu 1:30 für Privatkunden in der EU (bis zu 1:400 für professionelle Kunden) · Bewertung 4.3/5

Trading-Begriffe wie Pip, Spread, Hebel, Margin und Lot beschreiben, wie eine Position bepreist, finanziert und abgerechnet wird. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe kurz und mit Beispielen — vom Spread (bei ActivTrades ab 0,5 Pips) über den Hebel (bis 1:30 für Privatkunden in der EU) bis zum Stop-Loss — damit Sie eine Order verstehen, bevor Sie sie platzieren.

Die wichtigsten Trading-Begriffe auf einen Blick

Warum Sie diese Begriffe kennen sollten

Wer die Fachbegriffe kennt, versteht Kosten, Hebel und Risiko einer Order, bevor er sie platziert. Zwei Begriffe bestimmen Ihre Kosten und Ihr Risiko am stärksten: der Spread (was jeder Trade kostet) und der Hebel (wie stark Gewinne und Verluste vergrößert werden).

So entsteht der Pip-Wert: Pip-Wert = Pip-Größe × Kontraktgröße. Bei 1 Standard-Lot (100.000 Einheiten) EUR/USD ist ein Pip (0,0001) genau 100.000 × 0,0001 = 10 USD wert; eine Bewegung von 10 Pips entspricht also 10 × 10 = 100 USD Gewinn oder Verlust. Was der Spread von 0,5 Pips je Lot-Größe konkret kostet, zeigt die Tabelle unten und ausführlich die Seite Spreads.

Der Pip-Wert fällt in der Kurswährung an — bei EUR/USD also in US-Dollar; auf einem EUR-Konto wird das Ergebnis zum aktuellen EUR/USD-Kurs in Euro umgerechnet (100 USD entsprechen je nach Kurs rund 90–95 EUR).

Hebel und Margin in Euro: Für eine Position im Wert von 10.000 EUR im Hauptpaar EUR/USD hinterlegen Sie bei einem Hebel von 1:30 rund 333 EUR Margin (10.000 ÷ 30 ≈ 3,33 %); die verbleibende Positionsgröße bildet der Hebel ab (kein echter Kredit auf den Basiswert). 1:30 ist dabei der Höchsthebel für Haupt-Währungspaare wie EUR/USD; für Gold, Indizes und Krypto-CFDs gilt für Privatkunden in der EU ein niedrigerer Hebel und damit eine höhere Margin. Höhere Hebel bis 1:400 gelten nur für professionelle Kunden, die bestimmte Erfahrungs- und Vermögenskriterien nach EU-Vorgaben erfüllen. Wie stark der Hebel Gewinne und Verluste vergrößert und welches Risiko daraus folgt, zeigt Hebel & Risiko.

Order-Typen: Market, Limit und Stop

Eine Market-Order wird sofort zum aktuellen Kurs ausgeführt. Eine Limit-Order wird erst ausgeführt, wenn der Markt einen von Ihnen gewählten besseren Kurs erreicht. Eine Stop-Order löst eine Market-Order aus, sobald ein festgelegter Kurs in ungünstige Richtung erreicht wird — typischerweise zur Verlustbegrenzung (Stop-Loss). Ein Take-Profit ist dagegen technisch eine Limit-Order: Er schließt die Position, sobald ein Zielkurs zu Ihren Gunsten erreicht ist. Die Risiko-Perspektive von Stop-Loss und Take-Profit vertieft der Abschnitt weiter unten.

Beispiel: EUR/USD steht bei 1,08500. Eine Limit-Kauf-Order bei 1,08200 wird erst ausgeführt, wenn der Kurs auf 1,08200 fällt; ein Stop-Loss bei 1,08200 schließt eine bereits offene Kaufposition, wenn der Kurs bis dorthin sinkt.

Auf welchen Handelsplattformen (MetaTrader 4, MetaTrader 5, ActivTrader) diese Order-Typen verfügbar sind, sehen Sie in der jeweiligen Order-Maske.

Risikobegriffe: Stop-Loss, Take-Profit und Drawdown

Ein Stop-Loss schließt eine Position automatisch bei einem festgelegten Verlust; ein Take-Profit schließt sie bei einem festgelegten Zielkurs. Ein gewöhnlicher Stop-Loss garantiert allerdings nicht die Ausführung genau zum gesetzten Kurs — bei Kurslücken (Gaps) oder hoher Volatilität kann es zu Slippage kommen. Der Drawdown beschreibt den zwischenzeitlichen Rückgang Ihres Kontostands vom Höchststand aus — eine wichtige Kennzahl, um Risiko realistisch einzuschätzen.

Reicht Ihr Kapital nicht mehr aus, um die offenen Positionen zu decken, kommt es zunächst zum Margin Call (Warnung) und dann zum Stop-Out — Positionen werden automatisch geschlossen. Ausgelöst wird der Stop-Out, wenn das Margin-Level (Verhältnis von Equity zur gebundenen Margin) unter die Schwelle des Brokers fällt. Für Privatkunden in der EU gilt der Negativsaldoschutz — eine Regel der EU-Aufsicht ESMA, die die deutsche BaFin für Privatkunden dauerhaft übernommen hat: Sie können nicht mehr verlieren als Ihr Kontoguthaben, eine Nachschusspflicht besteht nicht.

CFD-Trading mit Hebel ist mit hohem Risiko verbunden, und Sie können mehr verlieren, als für eine einzelne Position hinterlegt ist. So starten Sie in Ruhe: Wie Sie starten und neue Begriffe zuerst risikofrei im kostenlosen Demokonto testen.

Chart- und Analysebegriffe

Neben den Kosten- und Order-Begriffen begegnen Ihnen im Chart eigene Fachbegriffe. Ein Trend ist die vorherrschende Kursrichtung (aufwärts, abwärts oder seitwärts). Eine Unterstützung (Support) ist ein Kursbereich, in dem Kaufinteresse Rückgänge bremst, ein Widerstand (Resistance) ein Bereich, in dem Verkaufsdruck Anstiege bremst.

Eine Kerze (Candlestick) zeigt Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss einer Periode. Verlässt der Kurs eine bisherige Spanne, spricht man von einem Ausbruch (Breakout); eine Kurslücke zwischen Schluss- und Eröffnungskurs heißt Gap.

Hinweis: unabhängige Infoseite und Regulierung

Diese Seite ist ein unabhängiges Informationsangebot zu ActivTrades und nicht die offizielle Website des Brokers.

Zur Einordnung des Begriffs Regulierung: ActivTrades ist nicht von der deutschen BaFin lizenziert. Deutsche Kunden werden über die ActivTrades Europe SA betreut, die von der luxemburgischen CSSF reguliert wird (EU-weit gültig); Kundengelder werden segregiert verwahrt und zusätzlich über eine Enhanced Funds Insurance bis 1.000.000 EUR abgesichert.

In drei Schritten vom Begriff zum ersten Trade

  1. Begriffe verstehen: Prüfen Sie in der Tabelle oben, was Pip, Spread, Hebel und Margin für Ihre geplante Positionsgröße konkret in Euro bedeuten.
  2. Risikofrei üben: Testen Sie jeden neuen Begriff zuerst im kostenlosen Demokonto mit virtuellem Guthaben.
  3. Konto wählen und starten: Vergleichen Sie die Kontotypen und folgen Sie der Anleitung unter Wie Sie starten.

CFD-Handel mit Hebel ist mit hohem Risiko verbunden — beginnen Sie im Demokonto.

Wichtige Trading-Begriffe alphabetisch

BegriffBedeutungBeispiel / Bezug
Abgeltungsteuer / Kapitalertragsteuerpauschale Steuer auf Kapitalerträge in DeutschlandGewinne aus CFD-/Forex-Trading sind in Deutschland grundsätzlich steuerpflichtig
Ask (Briefkurs)Kurs, zu dem Sie kaufender höhere der beiden angezeigten Kurse
Ausbruch / BreakoutKurs verlässt eine bisherige Spannez. B. Anstieg über einen Widerstand
Ausführungdas tatsächliche Zustandekommen einer Order im MarktActivTrades: schnelle Ausführung, kein Dealing Desk
Basis-/Kurswährungerste bzw. zweite Währung im PaarEUR/USD: Basis = EUR, Kurs = USD
Basiswertder zugrunde liegende Vermögenswert eines CFDsz. B. Gold, DAX, eine Aktie oder EUR/USD
Bid (Geldkurs)Kurs, zu dem Sie verkaufender niedrigere der beiden angezeigten Kurse
Bullen-/Bärenmarktsteigender (Hausse) bzw. fallender (Baisse) MarktBulle/Hausse = aufwärts, Bär/Baisse = abwärts
CFDDifferenzkontrakt auf einen BasiswertActivTrades bietet über 1.000 Instrumente als CFDs
Dealing Deskinterne Handelsabteilung, die Kundenaufträge gegen das eigene Buch stellen kannActivTrades: kein Dealing Desk — schnelle Ausführung direkt am Markt
Drawdownzwischenzeitlicher Rückgang vom KontohöchststandRisiko-Kennzahl für eine Strategie
Einlagensicherung / Enhanced Funds Insurancezusätzlicher Schutz der Kundengelder über die getrennte Verwahrung hinausActivTrades: Enhanced Funds Insurance bis 1.000.000 EUR
Equity / KontokapitalKontostand inkl. schwebender Gewinne/Verluste offener PositionenBasis für die Margin-Level-Berechnung
ESMAEU-Wertpapieraufsicht; Ursprung der CFD-Regeln (Hebel 1:30, Negativsaldoschutz)in Deutschland dauerhaft durch die BaFin festgeschrieben
Freie Marginfür neue Positionen verfügbares Kapital (Equity minus gebundene Margin)sinkt bei Verlusten
GapKurslücke zwischen Schluss- und Eröffnungskurshäufig nach dem Wochenende
Hebel (Leverage)vergrößert Positionsgröße und RisikoEU-Privatkunden: bis 1:30, professionelle Kunden: bis 1:400
Kerze / CandlestickChartform mit Eröffnung, Hoch, Tief und SchlussGrundlage der technischen Analyse
Kommissionfeste Gebühr je Trade bei einigen Kontomodellen mancher Brokermögliche Alternative oder Ergänzung zum Spread
KontraktgrößeEinheiten des Basiswerts je Lot1 Standard-Lot Forex = 100.000 Einheiten
Limit-OrderAusführung erst zu einem besseren WunschkursKauf z. B. erst bei tieferem Kurs
Long / Short (Leerverkauf)auf steigende bzw. fallende Kurse setzenShort (Leerverkauf) = Verkauf ohne Besitz des Basiswerts
Lotstandardisierte HandelsgrößeStandard 1,0 · Mini 0,1 · Mikro 0,01
Marginhinterlegte Sicherheitsleistung10.000 EUR Position bei 1:30 ≈ 333 EUR Margin (3,33 %)
Margin CallWarnung, wenn das Kapital unter die erforderliche Margin fälltVorstufe zum Stop-Out
Margin-LevelVerhältnis Equity zu gebundener Margin in Prozentunterschreitet es die Broker-Schwelle, folgt der Stop-Out
Market-Ordersofortige Ausführung zum aktuellen Kursschnellster Ein- oder Ausstieg
NegativsaldoschutzEU-Privatkunden können nicht mehr verlieren als ihr Kontoguthabenkeine Nachschusspflicht für Privatkunden in der EU
Pipkleinste übliche KursbewegungEUR/USD: 0,0001 · USD/JPY: 0,01
Pip-WertGeldwert einer Kursbewegung von 1 Pip1 Standard-Lot EUR/USD ≈ 10 USD je Pip
PipetteZehntel-Pip, fünfte NachkommastelleEUR/USD mit 5 Stellen: 1,08455
Positionsgröße / VolumenGröße eines Trades in Lotsbestimmt Pip-Wert und Risiko
Punkt (Point)im MetaTrader die kleinste Kursstufe (bei EUR/USD 0,00001; 1 Pip = 10 Punkte), bei Indizes ein Indexpunktz. B. Kursstufe im MT4/MT5 oder Punkte beim DAX
Regulierung / BaFinstaatliche Finanzaufsicht über den BrokerBaFin = deutsche Finanzaufsicht; setzte die ESMA-CFD-Regeln für Privatkunden dauerhaft um; ActivTrades: CSSF (EU), nicht BaFin
Rollover / ÜbernachtfinanzierungVerlängerung einer Position über Nachtlöst den Swap aus
Segregierte Kundengeldergetrennte Verwahrung von Kundengeldern und FirmenvermögenStandard bei EU-regulierten Brokern
SlippageAbweichung zwischen erwartetem und ausgeführtem Kurstritt vor allem bei hoher Volatilität auf
SpreadDifferenz zwischen Ask und BidActivTrades: ab 0,5 Pips
Stop-Lossautomatisches Schließen bei Verlustbegrenzt das Risiko je Trade (Ausführung nicht garantiert zum exakten Kurs)
Stop-Orderlöst eine Market-Order bei einem ungünstigen Kurs ausGrundlage des Stop-Loss
Stop-Outautomatische Zwangsschließung bei zu wenig Margingreift nach dem Margin Call
Support / UnterstützungKursbereich, in dem Kaufinteresse Rückgänge bremstmögliche Bodenzone
SwapFinanzierungsbetrag für über Nacht gehaltene Positionenkann Gutschrift oder Belastung sein; bei Forex meist dreifach am Mittwoch (T+2-Abrechnung übers Wochenende), bei anderen Instrumenten an einem anderen Tag
Take-Profitvorab gesetzte Order zum Schließen an einem Zielkursschließt die Position bei Erreichen eines Zielkurses (Limit-Order)
Trailing-Stopmitlaufender Stop-Lossläuft mit dem Kurs mit und kann aufgelaufene Gewinne absichern; Ausführung genau zum Stop-Kurs nicht garantiert
Trendvorherrschende Kursrichtungaufwärts, abwärts oder seitwärts
VolatilitätSchwankungsbreite eines Kurseshöhere Volatilität = größere Kursausschläge und höheres Risiko
Widerstand / ResistanceBereich, in dem Verkaufsdruck Anstiege bremstmögliche Deckelzone

Werte und Konditionen sind Beispiele bzw. Stand ActivTrades; maßgeblich sind die offiziellen Angaben von ActivTrades.

So lesen Sie eine EUR/USD-Kursnotierung

ElementWertBedeutung
Bid (Geldkurs)1,08450Kurs, zu dem Sie verkaufen
Ask (Briefkurs)1,08455Kurs, zu dem Sie kaufen
Spread0,5 Pips1,08455 − 1,08450 = 0,00005 = 0,5 Pips
Pip-Wert (1 Standard-Lot)10 USD100.000 × 0,0001

Beispielkurse; maßgeblich sind die Live-Kurse im Konto. Der Spread von 0,5 Pips kostet bei 1 Standard-Lot rund 5 USD, also etwa 4,60 EUR.

Pip-Wert und Spread-Kosten nach Lot-Größe (EUR/USD)

Lot-GrößeEinheiten BasiswährungWert je Pip (USD)Wert je Pip (≈ EUR)Spread-Kosten 0,5 Pips (≈ EUR)
Standard-Lot (1,0)100.000≈ 10 USD≈ 9,26 EUR≈ 4,63 EUR
Mini-Lot (0,1)10.000≈ 1 USD≈ 0,93 EUR≈ 0,46 EUR
Mikro-Lot (0,01)1.000≈ 0,10 USD≈ 0,09 EUR≈ 0,05 EUR

EUR-Werte gerundet bei einem angenommenen EUR/USD-Kurs von rund 1,08; der Pip-Wert fällt in USD an und wird auf einem EUR-Konto zum jeweiligen Live-Kurs umgerechnet. Beispielrechnung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Pip?
Ein Pip ist die kleinste übliche Kursbewegung eines Währungspaars. Bei den meisten Paaren wie EUR/USD ist das die vierte Nachkommastelle (0,0001); bei JPY-Paaren wie USD/JPY dagegen die zweite (0,01). Viele Broker zeigen zusätzlich eine fünfte Nachkommastelle, die Pipette. Pips messen Gewinn, Verlust und Spread — zehn Pips bei einem Standard-Lot EUR/USD entsprechen genau 100 USD (in der Kurswährung USD).
Was bedeutet Spread beim Trading?
Der Spread ist die Differenz zwischen Kaufkurs (Ask) und Verkaufskurs (Bid) und damit der wichtigste variable Bestandteil Ihrer Handelskosten. Bei ActivTrades beginnen die Spreads ab 0,5 Pips. Je enger der Spread, desto günstiger der Ein- und Ausstieg — bei 1 Standard-Lot EUR/USD kostet ein Spread von 0,5 Pips rund 5 USD, also etwa 4,60 EUR.
Was ist Hebel (Leverage)?
Der Hebel setzt Ihr eingesetztes Kapital ins Verhältnis zur Positionsgröße und vergrößert Gewinne wie Verluste. Für Privatkunden in der EU ist er auf maximal 1:30 begrenzt, für professionelle Kunden auf bis zu 1:400. Höherer Hebel bedeutet höheres Risiko: Schon 1 % Kursbewegung wirkt bei 1:30 wie rund 30 % auf Ihre hinterlegte Margin.
Was ist ein Lot?
Ein Lot ist die standardisierte Handelsgröße. Ein Standard-Lot im Forex entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung; es gibt auch kleinere Mini- (0,1) und Mikro-Lots (0,01), um das Risiko je Trade zu steuern. Bei EUR/USD ist 1 Standard-Lot rund 10 USD je Pip wert, ein Mikro-Lot dagegen nur etwa 0,10 USD.
Was ist ein CFD?
Ein CFD (Contract for Difference, Differenzkontrakt) bildet die Kursdifferenz eines Basiswerts ab, ohne dass Sie ihn besitzen. Sie können long auf steigende oder short auf fallende Kurse gehen. ActivTrades bietet über 1.000 Instrumente als CFDs.
Was ist Margin?
Margin ist die Sicherheitsleistung, die Sie hinterlegen, um eine gehebelte Position zu eröffnen. Bei einem Hebel von 1:30 sind das rund 3,33 % der Positionsgröße — für eine Position über 10.000 EUR im Hauptpaar EUR/USD also rund 333 EUR (10.000 ÷ 30). Fällt Ihr Kapital unter die erforderliche Margin, kommt es zum Margin Call und schließlich zum Stop-Out.
Was ist die freie Margin?
Die freie Margin ist das Kapital, das Ihnen für neue Positionen zur Verfügung steht: Equity (Kontokapital inklusive schwebender Gewinne und Verluste) minus der bereits gebundenen Margin. Sinkt die freie Margin durch Verluste auf null, lassen sich keine neuen Positionen mehr eröffnen, und bei weiter fallendem Margin-Level droht der Stop-Out.
Was ist ein Margin Call?
Ein Margin Call ist die Warnung des Brokers, dass Ihr Kapital nicht mehr ausreicht, um die offenen Positionen zu decken. Reagieren Sie nicht, kann es zum Stop-Out kommen — der automatischen Schließung von Positionen. Beim gehebelten CFD-Handel ist das ein zentrales Risiko.
Gibt es beim CFD-Handel eine Nachschusspflicht?
Für Privatkunden in der EU gilt seit den Vorgaben der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA der Negativsaldoschutz: Sie können nicht mehr verlieren als Ihr Kontoguthaben, eine Nachschusspflicht besteht nicht. Sinkt Ihr Kapital unter die erforderliche Margin, kommt es zunächst zum Margin Call und dann zum Stop-Out — Positionen werden automatisch geschlossen.
Was bedeutet Long und Short?
Long bedeutet, auf steigende Kurse zu setzen (kaufen); Short (Leerverkauf) bedeutet, auf fallende Kurse zu setzen (verkaufen, ohne den Basiswert zu besitzen). Mit CFDs sind beide Richtungen möglich — so lässt sich auch in fallenden Märkten handeln, wobei das Verlustrisiko in beide Richtungen besteht.
Was ist ein Stop-Loss?
Ein Stop-Loss ist eine vorab gesetzte Order, die eine Position automatisch schließt, sobald ein festgelegter Verlust erreicht ist. Er begrenzt das Risiko je Trade — gerade beim gehebelten CFD-Handel ein zentrales Werkzeug. Die Ausführung genau zum gesetzten Kurs ist allerdings nicht garantiert: Bei Gaps oder hoher Volatilität kann es zu Slippage kommen.
Was ist ein Take-Profit?
Ein Take-Profit ist eine vorab gesetzte Order, die eine Position automatisch schließt, sobald ein festgelegter Zielkurs erreicht ist — technisch eine Limit-Order und das Gegenstück zum Stop-Loss. Beispiel: Sie kaufen EUR/USD bei 1,08500 und setzen den Take-Profit bei 1,09000; erreicht der Kurs 1,09000, wird die Position geschlossen.
Sind Gewinne aus CFD-Trading in Deutschland steuerpflichtig?
Ja. Kursgewinne aus dem CFD- und Forex-Handel gelten in Deutschland als Kapitalerträge und unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer (Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer). Für die Verlustverrechnung bei Termingeschäften gelten in Deutschland besondere Regeln. Das ist keine Steuerberatung — die konkrete Behandlung klären Sie mit einem Steuerberater.
Was ist der Unterschied zwischen Pip und Punkt?
Ein Pip ist die kleinste übliche Kursbewegung bei Währungspaaren (z. B. EUR/USD: 0,0001). Bei Indizes wie dem DAX spricht man statt von Pips von Punkten (eine Index-Kurseinheit). Davon zu unterscheiden ist der Begriff Point in MetaTrader 4 und 5: dort bezeichnet er die kleinste angezeigte Preisänderung — bei fünfstelligen Forex-Kursen die fünfte Nachkommastelle, also die Pipette (ein Zehntel-Pip); 1 Pip = 10 Punkte.

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